Der Kampf um rauchfreie Luft geht in die letzte Runde!

Obwohl mit 64 Prozent (GfK Marktforschung im September 2006) eine eindeutige Mehrheit der Bevolke-rung eine vollig rauchfreie Gastronomie wunscht, herrscht bei vielen Politikern und insbesondere bei den Spitzenpolitikern immer noch die Meinung vor, man konne mit Ausnahmeregelungen allen Burgern ge-recht werden. Sie ubersehen dabei geflissentlich, dass nicht nur die Gaste, sondern auch die Beschaftig-ten vor einem Gift geschutzt werden mussen, das in Kategorie 1 der Technischen Richtlinie Gefahrenstoffe (TRGS) 905 als krebserzeugend, erbgutverandernd und frucht- sowie fruchtbarkeitsschadigend eingestuft ist.

Die Situation hat sich dadurch verkompliziert, dass die Bundesregierung unter Hinweis auf ein fruheres Gutachten des fur die Tabakindustrie tatigen Staatsrechtlers Fritz Ossenbuhl auf die fehlende Bundes-kompetenz verweist, obwohl neuere Gutachten - so das des wissenschaftlichen Dienstes des Deut-schen Bundestages und als auch das des Verfassungsrechtlers Helmut Siekmann - zu dem Ergebnis kommen, dass der Bund sowohl uber den Arbeitsschutz als auch uber gemeingefahrliche Krankheiten und den Umgang mit Giften sowie die Luftreinheit die Regelungskompetenz besitzt.
Am 13. Dezember 2006 einigten sich Bund und Lander auf die Einrichtung einer Arbeitsgruppe, die bis Anfang Marz 2007 Regelungsvorschlage zum Rauchverbot in Deutschland erarbeiten soll. Da unter den Landern sehr unterschiedliche Vorstellungen uber den Umfang einer gesetzlichen Regelung bestehen (manche wollen einen umfassenden Schutz ohne Ausnahmen, andere halten die gegenwartige Situation fur ausreichend), konnte es dazu kommen, dass die Burger des einen Bundeslandes vollen Schutz vor Tabakgift genie?en und die Burger des anderen Bundeslandes sich dem Tabakgift aussetzen mussen.

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Wichtig ist, dass jetzt noch Einfluss ausgeubt werden kann.

Die Nichtraucher-Initiative Deutschland ruft deshalb alle an rauchfreier Luft Interessierte auf, in den nachsten Wochen aktiv zu werden. Insbesondere gilt es, den Bundestagsabgeordneten als auch den Landtagsabgeordneten des eigenen Wahlkreises sowie den Landesregierungen zu schreiben und sie aufzurufen, fur einen umfassenden Schutz vor der Gesundheitsschadigung durch Passivrauchen zu stimmen.

Der Kampf um rauchfreie Luft geht in die letzte Runde.
Wer sie gewinnen will, muss einen kraftigen und langen Atem haben.
Den haben wir doch - nicht wahr?!